Agiler Foresight-Prozess für ein Automobil-Unternehmen

Von der Eingrenzung des Suchraums zu Richtungsentscheidungen für technologische Themen

In einem turbulenter werdenden Umfeld stehen viele Unternehmen vor der Aufgabe, ihre Prozesse zur Vorausschau (Foresight) agiler zu gestalten. Dies gilt auch und in besonderem Maße für den Automobilsektor mit seinen disruptiven Veränderungen. Eine wichtige Rolle als Kommunikationsbeschleuniger können dabei Software-Plattformen (Enterprise Social Platforms) spielen, die z.B. Microsoft , IBM und Jive anbieten.

Herausforderung

Ein internationales Automobil-Unternehmen hatte erkannt, dass man für die an vielen Stellen der weltweiten Organisation ablaufenden Foresight-Aktivitäten ein gemeinsames Grundverständnis, eine Harmonisierung der Prozesse, eine Steigerung der Projekt-Kompetenz und eine zeitgemäße IT-Infrastruktur benötigt. Die Verantwortlichen wollten bewusst die dezentralen Aktivitäten ausbauen und besser vernetzen, brauchten dafür aber einen gemeinsamen Rahmen. Unsere Aufgabe bestand darin, ein interdisziplinär zusammengesetztes Kernteam bei dieser Arbeit unterstützen. Pilotcharakter hatte dabei die Zusammenarbeit mit einer Einheit aus dem Forschungs- und Entwicklungsbereich mit weltweiter Verantwortung für wichtige Fahrzeugkomponenten.

Umsetzung

„Wir haben nicht nur erkannt, dass wir uns mit agiler Foresight im internationalen Wettbewerb differenzieren können, sondern wissen jetzt auch, wie es geht. Die Möglichkeit, Erfahrung als „Zukunftspraktiker“ zu sammeln, die wir hiermit qualifizierten Mitarbeitern geben, ist für uns ein wichtiger Baustein in der Entwicklung unternehmerisch handelnder Führungskräfte.“

Unsere Arbeit begann mit einer Analyse von Verbesserungsmöglichkeiten bei den vorhandenen Foresight-Aktivitäten. Auf dieser Grundlage erfolgte die Erarbeitung eines Grundprozesses mit klar definierten Anfangs- und Endpunkten. Am Anfang dieses Foresight-Prozesses steht die Eingrenzung des Suchraums, am Ende die Ableitung von strategischen Richtungsentscheidungen für technologische Themen. Ein solches Thema besteht aus einem klar definierten Bündel einzelner Technologien.

Eine wichtige Aufgabe bestand in der Beschreibung der einzelnen interaktiv zu durchlaufenden Prozess-Schritte, der Verständigung auf einen sinnvollen Methoden-Mix und der Verbesserung der Projekt-Kompetenz der Akteure anhand von konkreten praktischen Beispielen. Parallel dazu erfolgten eine Weiterentwicklung der eingesetzten Methoden, z.B. eines Themen-Portfolios und die weltweite Etablierung von Methoden-Standards.

Den Beteiligten war schnell klar, dass dieser Prozess eine neue informationstechnische Infrastruktur benötigt. Es lag nahe, eine im Unternehmen vorhandene Software zu nutzen, die an die spezifischen Anforderungen einer solchen Future Co-Creation-Plattform angepasst werde.

Die Projekterfahrungen bildeten die Grundlage für die Entwicklung eines Organisationskonzeptes für dezentrale Foresight-Einheiten mit entsprechenden Stellenbeschreibungen und persönlichen Entwicklungsmöglichkeiten. Die Foresight-Einheiten arbeiten untereinander und mit den entsprechenden Fachabteilungen nach dem Prinzip einer vernetzten Organisation zusammen. Die Arbeit in einer solchen Foresight-Einheit ist ein wichtiger Baustein im persönlichen Entwicklungsplan für Führungskräfte.

Gegenwärtig rollt das Unternehmen dieses Foresight-Konzept weltweit aus.

Weiterführende Informationen

Servatius, H.G.: Mit agiler Vorausschau zu digitalen Geschäftsmodellen.

Servatius, H.G.: Erfahrungen mit Future Co-Creation Platforms.

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